Fehler bei der ISO-Einführung vermeiden

Im Verlauf des Zertifizierungsprozesses kommt es immer wieder zu Problemen, die in den meisten Betrieben ähnlich sind. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um folgende Sachverhalte:

• Das Managementhandbuch und die mitgeltenden Dokumente wurden erst unmittelbar vor dem Zertifizierungsaudit eingeführt. Das bewirkt, dass das System nicht in den Köpfen der Mitarbeiter verankert ist und demzufolge nicht richtig funktioniert.

• Dem Auditor werden bei der Bewertung der Unterlagen nicht alle Dokumente vorgelegt.

• Es sind bis zum Zertifizierungsaudit nicht alle internen Audits durchgeführt.

• Bis zum Zertifizierungsaudit wurde kein Managementreview durchgeführt.

• Die Unternehmensleitung ist oft nicht bereit, sich den Auditfragen zu stellen oder gibt „nur sehr diplomatische Antworten“.

• Die Unternehmensleitung ist manchmal unzureichend über die Normanforderungen informiert.

• Der Auditor darf sich nicht frei im Unternehmen bewegen, um das ungestörte Gespräch mit den Mitarbeitern zu suchen.

• Das Unternehmen versucht, durch irreführende oder unrichtige Angaben eine Normerfüllung vorzutäuschen.

• Das Managementhandbuch wurde vorwiegend durch einen Berater oder unter Verwendung von Musterhandbüchern erstellt. Es enthält Festlegungen, die mit der Unternehmenswirklichkeit nicht im Einklang stehen.

• Die im Auditplan vorgesehenen Personen sind zum Zeitpunkt der Auditierung nicht verfügbar.

• Bestechungsversuche sind grundsätzlich zum Scheitern verurteilt und können zur Kündigung des Vertrags durch den Zertifizierer führen.

• Die „Chemie“ zwischen Auditor und auditierten Personen stimmt nicht. Ein zielgerichteter und harmonischer Auditablauf ist somit nicht gegeben.

• Das Audit wurde nicht professionell organisiert.

• Das Engagement fällt nach einem „bestandenen Zertifikat“ rapide ab und steigt erst unmittelbar vor dem ersten Überwachungsaudit wieder an.