Was ist ein Überwachungsaudit?

Nachdem die Zertifizierungsgesellschaft das Zertifikat ausgestellt hat, überwacht sie das Managementsystem des Unternehmens in regelmäßigen Abständen. Dies geschieht durch Überwachungsaudits, die mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden müssen.

Die Überwachungsaudits sind Vor-Ort-Audits, allerdings mit geringerem Umfang im Vergleich zum Zertifizierungsaudit, weil hier nur stichprobenartig einzelne Forderungen des QM-Systems überprüft werden. Das Überwachungsaudit-Programm muss aber bestimmte Punkte mindestens umfassen (z.B. interne Audits, Managementbewertung, Korrekturmaßnahmen aus dem vorhergehenden Audit, Fortschritte im Bereich der ständigen Verbesserung, Änderungen gegenüber dem letzten Audit).

Das Datum des ersten Überwachungsaudits wird zwischen dem zertifizierten Unternehmen und der Zertifizierungsstelle vereinbart (auditrelevantes Datum). Es darf nicht mehr als 12 Monate (2. Überwachungsaudit 24 Monate) nach dem letzten Tag des Stufe 2-Audits liegen (gilt für Erstzertifizierungen ab 01.01.2008).

Abweichungen von den festgelegten Fristen erfordern die Zustimmung des Akkreditierers / der anerkennenden Stelle oder führen zur Aussetzung des Zertifikats. Wird das Überwachungsaudit nicht bis zum auditrelevanten Datum durchgeführt, wird das Zertifikat ausgesetzt.

Bis 3 Monate nach dem auditrelevanten Datum kann ein Audit nach Entscheidung der Zertiflzierungsstelle mit erhöhtem Aufwand erfolgen, um die Aussetzung aufzuheben. 3 Monate nach dem auditrelevanten Datum ist das Zertifikat zurückzuziehen. Einzelfallentscheidungen sind möglich.